Aktion Mensch fördert die Freiwilligenarbeit der Stephanus-Stiftung

Die Stephanus-Stiftung wird ihr Engagement im Bereich der Flüchtlingsarbeit weiter fortführen.

Unterstützt wird sie dabei mit einer Förderung in Höhe von 250.000 Euro aus Mitteln der Aktion Mensch. So kann der Aufbau einer Koordinationsstelle zur Vernetzung ehrenamtlicher Projekte in der Flüchtlingshilfe finanziert werden.

Julia Morais, Beauftragte des Vorstandes, verantwortet seit April 2016 das neue Arbeitsfeld Migration und Integration der Stephanus-Stiftung. Mit ihren derzeit vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern baut sie flexible und schlanke Strukturen auf, um das Engagement ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer zu koordinieren und weiter zu befördern.

„Nachdem die Stephanus-Stiftung bis September 2016 die Erstversorgung geflüchteter Menschen in einer Berliner Notunterkunft verantwortete, wollen wir nun ihre Integration in unsere Gesellschaft unterstützen“, erläutert Julia Morais. Eine ganz wichtige Stütze sind dabei ehrenamtliche Helfer. Im letzten Jahr konnten bereits rund 200 Ehrenamtliche für die Begleitung der Menschen in der Stephanus Notunterkunft in Berlin-Köpenick gewonnen werden.

„Jetzt geht es uns darum, diese vielen Freiwilligen mit ihrem Wissen, ihren Möglichkeiten und ihrem guten Willen weiter zu halten, um die vor uns liegenden gesellschaftlichen Herausforderungen gemeinsam anzupacken“, sagt Julia Morais.

Konkret werden für die Ehrenamtlichen beispielsweise Schulungen angeboten zu Themen wie: Informationsvermittlung, Sprachbildung, soziale Integration und Vernetzung, Frühförderung und Begleitung. Im zweiten Schritt können sich die Geschulten dann mit Hilfe der Koordinationsstelle in verschiedene Projekte vor Ort einbringen.

Und davon hat Julia Morais mehrere: „Wir planen unter anderem ein Internationales Café, organisieren verschiedene Informationsveranstaltungen sowie Deutsch- und Arbeitsintegrationskurse und Schreibdienste.“ Letztere bieten rasche und unkomplizierte Hilfe an beim Verstehen und Verfassen von Briefen, beim Ausfüllen von Formularen. Auch das Projekt „Family Literacy“ ist in Vorbereitung. Das ist ein integrativer Ansatz zur aktiven Elternmitarbeit im Rahmen der Sprachbildung. Es fördert Lesekompetenzen und will die Eltern darin stärken, den Start ihrer Kinder im Kindergarten oder der Schule besser unterstützen zu können.

In Kooperation mit „Liechtenstein Languages“ wurden von der Stephanus-Stiftung ein Mitarbeiter und eine ehrenamtliche Sprachtrainerin in einem „train the trainer Kurs“ dazu befähigt, selber Deutschkurse geben zu können sowie weitere Ehrenamtliche auszubilden. In der Zwischenzeit haben bereits drei vierwöchige Kurse für Geflüchtete stattgefunden.

Der Einbezug von Ehrenamtlichen mit Migrationshintergrund sei ebenfalls ein wichtiger Aspekt im Konzept der Stephanus-Stiftung. „Aus verschiedenen Kulturgruppen gibt es Leute, die bereits gut integriert sind“, erläutert Julia Morais. „Gern möchten wir sie als Schlüsselpersonen bei ihren Landsleuten einsetzen.“ So fördern sie dann deren Integration und stärken das gegenseitige Vertrauen zwischen Einheimischen und Geflüchteten. Das hilft, Vorurteile abzubauen.

„Dank der Förderung durch die Aktion Mensch können wir unsere guten Erfahrungen und die große Bereitschaft vieler Ehrenamtlicher noch besser entwickeln und koordinieren“, freut sich Julia Morais. Diese Freiwilligenarbeit stärke die Solidarität in unserer Zivilgesellschaft und fördere die rasche Integration der Geflüchteten und so das friedliche Zusammenleben.

Martin Jeutner
Leiter Unternehmenskommunikation

Zurück

Diesen Artikel ausdrucken