Britische Parlamentarier informieren sich im St. Elisabeth Stift

Britische Parlamentarier in der Elisabeth-Stiftung

Bei einem Rundgang berichtete Einrichtungsleiter Ralf Knacke (links) aus dem Alltag im St. Elisabeth-Stift und erklärte den Parlamentariern die Rahmenbedingungen der Pflege in Deutschland.

Fünf Parlamentarier des britischen Unterhauses informierten sich am 13. Dezember 2016 im Berliner St. Elisabeth Stift über die Pflege und Betreuung älterer Menschen in Deutschland.

Sie gehören im britischen Unterhaus dem „Ausschuss für Lokalregierung und Kommunen“ (Committee on Communities and Local Government) an und ließen sich von der Einrichtungsleitung die Angebote für pflegebedürftige Menschen im St. Elisabeth Stift erklären.

Dabei interessierten sich die Abgeordneten insbesondere für die Finanzierung der Altenpflege in Deutschland sowie die gesetzlich geregelten Ansprüche von pflegebedürftigen Senioren. Ralf Knacke leitet die Einrichtung der Stephanus Wohnen und Pflege gGmbH und erläuterte den Gästen, wie die Pflege nach den unterschiedlichen Pflegegraden ab 2017 organisiert und finanziert wird. Die Pflegegrade sind fünf Einstufungskategorien, um Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz gerecht zu werden.

Die Parlamentarier aus dem Vereinigten Königreich waren über die Komplexität der Pflege in Deutschland erstaunt. Gleichzeitig zeigten sie sich beeindruckt, wie die Verantwortung des Staates und die Eigenverantwortung des Einzelnen in der Gesamtfinanzierung berücksichtigt werden. Ähnliches gäbe es in Großbritannien nicht. Dort sei das System der Altenpflege deutlich unterfinanziert.

Bei einem Rundgang durch die Einrichtung bekamen die Gäste noch einen Eindruck über Pflegewohn- aber auch Sicherheitsstandards im St. Elisabeth Stift. Dabei ging Pflegedienstleiter Gaston Blessin auch auf die verschiedenen Kontrollinstanzen ein, die die Pflegeeinrichtungen in Deutschland beaufsichtigen. Auch davon waren die Gäste beeindruckt.

Nach seiner Rückreise schrieb der Ausschussvorsitzende Clive Betts einen Brief an die Einrichtungsleitung. Darin bedankte er sich für die ausführlichen Informationen, die die Abgeordneten in ihre weitere parlamentarische Arbeit einbringen wollen.

Die Delegation aus Großbritannien weilte auf Einladung des Bundesgesundheitsministeriums in Berlin. Die Aufgabe des parlamentarischen „Ausschuss für Lokalregierung und Kommunen“ besteht darin, die Verwaltung und die Ausgaben des zur Exekutive gehörenden „Departments for Communities and Local Government“ zu beaufsichtigen. Dieses Department verantwortet Themen wie: Probleme von Familien, Wohnraum, Obdachlosigkeit, Stadtzentren-Wohlfahrt, Regionale-Regierungen und Fahrendes Volk, sowie Lokalregierungsfinanzen und Gleichberechtigung für Frauen.

Die letzten Themen, die den Ausschuss beschäftigten, waren die Zukunft öffentlicher Parks, öffentlicher Wohnungsbau, Pflege älterer Menschen sowie Obdachlosigkeit.

Das St. Elisabeth-Stift gehört zur gemeinnützigen Stephanus Wohnen und Pflege gGmbH. Unter dem Dach der über 160 Jahre alten diakonischen Einrichtung werden verschiedene Wohn- und Pflegeangebote für alte und auch junge Menschen angeboten. Es bietet 44 Plätze für das Pflegewohnen, 22 Plätze für „Junge Pflege“, 18 Plätze in einem eigenen Bereich für Menschen mit Demenzerkrankung und 16 Plätze für Kurzzeitpflege. 89 Mitarbeitende sind im St. Elisabeth-Stift tätig.

Martin Jeutner
Leiter Unternehmenskommunikation

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