Ihre Zukunft im Pflegeberuf - Ausbildung in der Stephanus-Stiftung

Jörg Pankow

Ich bin der Wunscherfüller!

 

Über mich

Ich bin Jörg Pankow und arbeite in Bad Freienwalde. Dort arbeite ich als Praxisanleiter und bin für unsere Azubis der erste Ansprechpartner. Interview

Jörg, wie würdest du dich beschreiben?

Ich bin antiautoritär sowie autoritär.

Du bist ja schon seit 1995 in der Stiftung. Was war so bis jetzt die größte Entwicklung gewesen? 

Wir hatten viele Tochterfirmen. Erst war es der Stephanus Stift, dann war es St. Elisabeth Stift und nun ist es ja die Stephanus gGmbH.

Die Stephanus Stiftung besteht ja aus vielen Typen, wie würdest du dich denn beschreiben? Welcher Typ bist du?

Ich bin halt der typische Altenpfleger. Ich mag es einfach, wenn ich älteren Menschen helfen kann. Ich bin halt der, der gerne im Team arbeitet oder es auch leitet..

Was magst du an deinem Job als Praxisanleiter? 

Vor allem mag ich es, wenn ich mit jungen Menschen arbeiten kann. Und da habe ich gemerkt, dass in der Altenpflege sich das Personal stark veraltet hat. Wenn man da so rumfährt durch die Einrichtungen, ich muss es ja als Praxisanleiter, dann erkennt man plötzlich, dass das Personal nicht immer jung ist. Darum arbeite ich sehr darauf hin, dass das Personal verjüngt wird und dass wir richtig gute Leute in die Ausbildung bekommen.

Was heißt Ausbildung für dich?

So lange alles läuft, arbeite ich sehr antiautoritär. Wenn ich sehe, dass der Azubi selber laufen kann, zum Beispiel. Das letzte Vierteljahr vor Ablegung der Prüfung dreht sich das dann meistens. Dann kommen nochmal viele Hinweise, Tipps und Anweisungen. Das brauchen die Azubis dann auch, damit sie einfach ein Ziel haben und wissen, wo es lang geht bzw. wo der Weg ist. Wir trainieren das dann auch richtig im Rahmen einer Vorprüfung und simulieren dann alles durch. Bei einem passt es, bei einem anderen muss man vielleicht noch etwas nachholen. Aber klar, gerade vor der Prüfung wundern sich die meisten, warum ich dann so „umschlage“. Ich erkläre ihnen das dann auch. Die Prüfung ist nicht einfach und man sollte es daher nicht unterschätzen. Manche Typen muss man von Anfang anleiten, einige sind halt viel weiter und selbstständiger. Das kommt immer darauf an.

Warum sollte ich den Beruf aufnehmen bzw. erlernen?

Unser Haus hat 70 Bewohner und jede Fachkraft bei uns ist Praxisanleiter. Somit haben die Azubis bei uns im Haus immer die Möglichkeit, sich mit einem unserer Anleiter auszutauschen. Darüber hinaus rotieren die Azubis bei uns, um verschiedene Bereiche kennenzulernen. Damit lernen die auch sämtliche Fachgebiete kennen. Außerdem haben wir im Haus eine eigene Küche, was wirklich selten ist! Wir kochen sogar selber! Dazu haben wir noch eine eigene Wäscherei, in denen die Bewohner ihre Klamotten abgeben können. Auch das hat Seltenheitswert. Das größte Projekt für uns ist aktuell der Umbau. Hier wird unser Speisesaal erweitert. Das heißt für uns, wir können im unteren Bereich eine größere Morgenrunde anbieten, verschiedene ergotherapeutische Angebote erweitern und vieles mehr.

Wenn Sie schon mal von den Umständen sprechen. Was ist denn in Ihrem Haus besonders?

Unser Haus hat 70 Bewohner und jede Fachkraft bei uns ist Praxisanleiter. Somit haben die Azubis bei uns im Haus immer die Möglichkeit, sich mit einem unserer Anleiter auszutauschen. Darüber hinaus rotieren die Azubis bei uns, um verschiedene Bereiche kennenzulernen. Damit lernen die auch sämtliche Fachgebiete kennen. Außerdem haben wir im Haus eine eigene Küche, was wirklich selten ist! Wir kochen sogar selber! Dazu haben wir noch eine eigene Wäscherei, in denen die Bewohner ihre Klamotten abgeben können. Auch das hat Seltenheitswert. Das größte Projekt für uns ist aktuell der Umbau. Hier wird unser Speisesaal erweitert. Das heißt für uns, wir können im unteren Bereich eine größere Morgenrunde anbieten, verschiedene ergotherapeutische Angebote erweitern und vieles mehr.

Wenn Sie jetzt nochmal zurückschauen, warum haben Sie sich für diesen Beruf entschieden?

Ich habe meinen Vater knapp 4 Jahre gepflegt und war zuvor KFZ-Mechaniker. Dann kam 1989 die Wende. Dadurch bin ich dann arbeitslos geworden. Dann habe ich in der Zeitung gelesen, dass es in Berlin am Kudamm eine private Schule gibt, die Altenpfleger ausbilden. Dann habe ich da angerufen und wurde zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Dort wurde ich halt gefragt, warum ich diesen Beruf machen möchte. Wie gesagt, ich habe ja meinen Vater gepflegt. Es gab mal positive Erfolge, mal negative… aber es hat alles in allem sehr viel Spaß gemacht. Tja, und dann haben wir beide es mal versucht. So habe ich dann in den nächsten drei Jahren meine Ausbildung in Berlin gemacht.

Wie ging es weiter?

Meine Schwiegermutter hat damals noch in der Beethovenstraße in Bad Freienwalde als Leiterin der Hauswirtschaft gearbeitet. Das war unsere damalige Einrichtung bzw. unser altes Haus. Im dritten Lehrjahr musste man ja sein Praktikum machen. Und da hat meine Schwiegermutter bei sich im Haus angefragt. Und es hieß dann, dass ich einfach vorbeikommen soll. Tja, so habe ich dann meinen Praxisteil gemacht. Zwischendurch musste ich dann auch mal nach Zehlendorf, habe dort meine Sozialarbeit geleistet. Dann war ich nach drei Jahren fertig und hatte meine Urkunde in der Hand gehabt. Danach bin ich zur Frau Brieger gegangen und habe gesagt, „da ist es – wann kann ich anfangen?!“ Leider gab es dann aber keinen Platz für mich. Aber wir der Zufall es so wollte, wurde zu dem Zeitpunkt eine Stelle frei, weil es im Team eine werdende Mutter gab. So erhielt ich meinen Einstieg. Und nach zwei Jahren bekam ich dann meine Entfristung. Anschließend habe ich die Möglichkeit bekommen die Position des Stationspflegers aufzunehmen, also vergleichbar mit der heutigen Wohnbereichsleitung. Und dann wurde ich stellvertretender Pflegedienstleiter. Wie es dann so ist…. Man erhält immer mehr Verantwortung und so ging es dann immer weiter. Tja, dann wurde ich Praxisanleiter.

Als Praxisanleiter sind Sie ja auch verantwortlich für die Ausbildung. Wie läuft denn so eine Ausbildung ab?

Erstmal geht man ja sechs Wochen in den theoretischen Teil. Danach kommt man in die Einrichtung und dann kommt man in den Genuss des sog. flexiblen Teils. Das ist so ziemlich das härteste, woran viele nicht denken oder es unterschätzen. Das ist kurz gesagt der Schichtdienst. Und dann wird einem erst bewusst, was diesen Beruf ausmacht. Unsere Azubis werden von unseren Anleitern sehr praxisnah betreut. Die gehen dann immer mit und schauen sich erstmal alles an. Erst danach werden Sie dann in ihrem Bereich den Bewohnern zugeordnet. Und spätestens bei der Zuordnung der Bezugspflegegruppen wird einem klar, was Pflege bedeutet. Das kann alles sein. Gerüche, Laune der Menschen, Mittagessen, das Säubern, das Reden und Singen in der Morgenrunde. Wenn die Bewohner Besuch bekommen und vor allem, wie sie sich über Kleinigkeiten freuen.

Was kann denn eine Kleinigkeit sein?

Naja, wenn sie zum Beispiel in der Nacht klingeln. Und sie haben irgendein Bedürfnis. Wenn ich da freundlich reingehe und sage „was denn los, wat haben wa denn?!“ und sie sich freuen, dass ich komme… das sind Kleinigkeiten. „Meine Decke ist runtergerutscht, ich komme nicht ran“ oder „Ich muss mal“. Wissen Sie, viele bei uns haben schon zwei Kriege mitgemacht. Wir haben eine Bewohnerin, die ist 100 Jahre alt. Wenn Sie sich zum Beispiel mit ihr unterhalten, dann möchten Sie am liebsten gar nicht mehr aufhören. Und gerade in der Nacht haben Sie die Chance mit ihr zu reden, da es ja tagsüber nicht immer geht. Und wenn sie mal läutet, sie dann über ihre Leben redet, dann wollen sie gar nicht mehr aufstehen, so spannend ist das!

 

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