Ihre Zukunft im Pflegeberuf - Karriere in der Stephanus-Stiftung

Unsere ambulante Pflegefachkraft im Interview

Stephan Ziegler

 

Was ist denn für dich typisch, wie beschreibst du dich als Mensch?

    Bei den Bewohnern bin ich eher der Ruhige. Ich bin offen und sage, was ich denke. Ich suche den Kontakt zu allen. Meine Tür steht immer offen. Ich bin geduldig, weniger mit mir selbst, dafür aber mit anderen. Ich bin verbindlich, aber auch kompromissbereit.

Warum hast du dich für diesen Beruf entschieden?

    Es ist familiär bedingt. Meine Großmütter, meine Mutter, meine Tanten, meine Schwägerin… Alle arbeiten sie in diesem Bereich. Ich habe schon als Kind viel davon mitbekommen.

Wie lange bist du schon in der Stiftung?

    Ich bin seit dem 16.09.2000 im Dr. Harnisch Haus. Davor war ich Zivildienstleistender in einem anderen Pflegeheim. Da habe ich keine Stelle bekommen.

Wie bist du zur Stiftung gekommen?

    Früher gab es noch die Blutspende im Dr. Harnisch Haus. Von der Blutspende bin ich direkt zum Pflegedienstleiter rein, das war glaube ich, ein Donnerstag. Und am Montag habe ich als Pflegeassistent angefangen. Das ist nun 16 Jahre her gewesen. 2003-2007 nebenberuflich in der Fachschule die nebenberufliche Ausbildung zur Fachkraft absolviert. Seit 4 Jahren Wohnbereichsleiter eines Pflegewohnbereiches.

Also praktisch vom Pflegeassistent die komplette Laufbahn durch bis hin zur Wohnbereichsleitung? Soll das noch weiter gehen?

    Ich mache gerade eine Qualifikation als Palliativpfleger, um das Haus besser auf die Palliativpflege vorzubereiten. Im Zuge von PSG 2 wird ja deutlich, dass mehr höhere Pflegegrade in die Einrichtungen kommen. Wir sind wirklich gut was Palliativpflege angeht oder würdevolles Pflegen bzw. schmerzlinderndes Pflegen. Aber ich denke, wir können uns noch mehr spezialisieren. In nur einer Woche des Kurses habe ich wieder sehr viel dazu gelernt.

Du bist jetzt schon 16 Jahre in der Stiftung. Hast du es schon einmal bereut?

    Nö. Das Team ist ja wichtig. Ich habe ein sehr gutes Wohnbereichsteam, aber auch das Leitungsteam ist sehr, sehr gut. Wir haben ein Mitspracherecht, unsere Meinung ist gefragt. Es gibt klare Vorgaben, die sind mir auch bewusst. Aber der Spielraum, wie man etwas macht, ist groß. Der Mensch steht im Vordergrund. Man kann eine Menge anpassen. Wir haben gerade eine Bewohnerin, die möchte gern jeden Morgen um 06:00 Uhr das Bett verlassen und eigentlich beginnen unsere Dienste um halb 7. Wir haben die Dienste nach vorne verlegt, alles kein Problem. Ich kenne das auch anders… Meine Mutter war Krankenschwester und leitete in Mecklenburg-Vorpommern eine Station eines privaten Trägers - und das war dort ganz anders. Da war der Spielraum für die Fachkräfte nicht so groß. Wir haben für uns einen großen Gestaltungsspielraum. Wir können in unserem Rahmen viel entscheiden, gestalten und verändern. Da merkt man, fühlt man Kirche! Ich bin nicht kirchlich, aber ich würde mir hier und heute keinen anderen Arbeitgeber mehr suchen.

Nachfrage: Gibt es Differenzen zwischen „ich arbeite für die Kirche, bin aber nicht in der Kirche?“

    Nö. Ich nehme an bestimmten Gottesdiensten bewusst teil. Das gehört aber auch zu meiner Arbeit und meinem Beruf, sich von Menschen zu verabschieden. Wir haben hier im Dr. Harnisch Haus eine sehr gute Abschiedszeremonie. Die Wärme, die ein Haus der Stiftung schon alleine hat, die Geborgenheit, die man fühlt, schon wenn man reinkommt. Es hat etwas ganz anderes. Es war genau der Grund schon vor 16 Jahren, warum ich von der Blutspende zu Pflegedienstleitung gegangen bin.

Was ist typisch Berlin Friedrichshain, Dr. Harnisch Haus?

    Naja, dieses Klientel, was auch zu Festen zu uns kommt, der Kindergarten unten im Hof. Meine Sicht von hier oben auf den Fernsehturm ist der Hammer! Hier möchte ich auch gern den Palliativbereich verankern. Weil es eben so schön hell ist, wie in guten Hospizen. Bei uns ist es schön grün, viele Bäume, obwohl wir mitten in der Stadt sind. Unser Hof ist schon genial. Die Feste sind legendär. Ich grille seit 6 Jahren die Bratwürste, das sind nicht nur 20 Stück, wie für eine Familie, sondern 300-400 Würste! Dann verbrennt man sich auch mal, aber trotzdem mache ich das gerne. Ich bekomme immer wieder das positive Feedback der Angehörigen, der Bewohner. Man hätte bestimmt schon mal woanders hin wechseln können. Man hört ja viel. Natürlich spielt das Geld immer eine Rolle, aber in der Stiftung verdient man gutes Geld. Wir haben einen guten Tarifvertrag. Die Jahressonderzahlung ist schon schön. Klar, mehr geht immer. Aber zu welchem Preis?

Was ist für Sie echt gute Pflege?

    Bedürfnisse erkennen, Vertrauen aufbauen, Schmerzen lindern, schöne Tage oder Nächte erleben, ganz klar würdevoll. Sich auch hinterfragen, um besser zu werden. Lebensqualität, viel selbst entscheiden!

    Im September stellen wir unsere Pflegefachkraft vor:
    Uta Brandhorst – Ich bin der Sonnenschein!

    Ausschlaggebend war, als ich den Beruf erlernt habe, dass die Menschen ehrlich sind. Ob sie sagen „hau ab, du blöde Kuh!“ oder „du bist ein Engel!“, in dem Moment meinen sie das auch so. Und da ist nichts geheuchelt und auch nichts gesagt, was irgendwie berechenbar ist. Man hat einfach mit ganz ehrlichen Seelen zu tun. Wer darauf Wert legt, der ist hier genau richtig. 

    Stellenangebote

    15. 08. 2017

    Sozialarbeiter (m/w)

    Seniorenzentrum Ulmenhof, Berlin-Köpenick
    28. 07. 2017

    Examinierten Altenpfleger (m/w)

    Waldhaus, Bad Freienwalde
    27. 07. 2017

    Examinierte Altenpfleger / Gesundheits- und Krankenpfleger / Pflegehelfer (m/w) - ambulanter Bereich

    Ambulanter Dienst - Bad Freienwalde, Strausberg, Hohen Neuendorf
    26. 07. 2017

    Hauswirtschaftskraft (m/w)

    Dr. Harnisch-Haus, Berlin-Friedrichshain
    26. 07. 2017

    Ergotherapeuten (m/w)

    Haus Müggelspree, Berlin-Köpenick
    19. 07. 2017

    Trainee zur Einrichtungsleitung (m/w)

    Stephanus Wohnen und Pflege gGmbH, Berlin und Brandenburg
    19. 07. 2017

    Betreuungsassistenz nach §43b SGB XI (m/w)

    Seniorenzentrum Marienfließ, Marienfließ im Landkreis Prignitz