Ihre Zukunft im Pflegeberuf - Karriere in der Stephanus-Stiftung

Unsere ambulante Pflegefachkraft im Interview

Stephan Ziegler

 

Was für ein Typ bist du?

    Ich würde mich als locker bezeichnen. Gegenüber den Bewohnern bzw. Klienten als Freund. Ich bin sehr tolerant sowie humorvoll, auch wenn mein Humor leicht schwarz und sarkastisch ist. Und wer mich länger kennt, der schätzt mich auch dafür. Wer mich noch nicht so lange kennt, der kann es manchmal falsch verstehen, was mir dann auch Leid tut. Aber deswegen werde ich mich nicht mehr ändern. *lachen* So oft wie möglich bringe ich die Senioren zum Lachen. Das muss aber auch in der Familie liegen. Mein Onkel ist Entertainer, der tritt deutschlandweit auf, manchmal sogar europaweit.“

Warum dieser Beruf?

    Bei mir in der Familie sind über die Hälfte in der Altenpflege tätig und ich wurde schon sehr früh damit konfrontiert. Ich bin aber eher der rebellische Typ und hab mich in vielen anderen Richtungen ausprobiert. Ich bin aber nie zum Erfolg gekommen, habe in keinem Beruf richtig die Zufriedenheit gefunden. Dann kam es zum Zufall, dass eine Freundin von mir in dem Beruf angefangen hatte. Bei ihr auf dem Tisch lag ein Flyer der Arbeitsagentur „Umschulung auf Krankenpflegehelfer“ und da fragte ich sie, was sie da so macht. Ich bin gleich zu meinem Arbeitsvermittler gegangen und habe gesagt, das will ich auch machen. Und so bin ich über die Unzufriedenheit mit der Hierarchie im Krankenhaus und dem Umgang dort, in der Altenpflege gelandet und fühle mich jetzt wohl – besser hätte es nicht laufen können! Ich habe die Umwege gebraucht, um zu sehen, was ich will, um Erfahrungen zu sammeln, was möglich ist und was passt. Ich habe auch eine Ausbildung als Tischler. Ich habe als Schlosser gearbeitet, als Monteur und habe europaweit Kräne aufgebaut… Daneben Kellner und Koch. Ich habe viel ausprobiert...

Zu viel Hierarchie im Krankenhaus? Also deswegen raus aus dem Krankenhaus?! Erzähl mir ein wenig davon.

    Ja, dort herrscht strenge Hierarchie – und das von oben herab… Als externer Lehrling war ich im Krankenhaus ganz unten in der Nahrungskette und das haben sie mich auch spüren lassen. In der Pflege habe ich beim Praktika gemerkt, dass die Lehrlinge da nicht so von oben herab behandelt werden und dass der Zusammenhalt im Team deutlich größer ist. Da ist der Unterschied nicht so groß zwischen den einzelnen Positionen – und genau das fiel halt auf. Außerdem ist es im Seniorenzentrum viel persönlich, was mir sehr gefällt.

Was ist dann in diesem Rahmen für dich echt gute Pflege?

    Die Qualität muss da sein und stimmen! Das ist das A&O. Darüber hinaus darf man nicht zeigen, dass es „nur um die Pflege“ geht. Hier geht es um mehr! Da muss das lockere, freundschaftliche im Vordergrund stehen. Der Klient darf auch nicht merken, dass es um Geld und Zeit geht. Der muss zufrieden sein, wenn ich wieder losgehe - und das ist für mich das Wichtigste. Der Mensch steht halt im Fokus!

Wenn du Feierabend machst, wie sieht dein weiterer Tag aus bzw. hast du irgendwelche Hobbies?

    Ich habe mal Jahre lang Bodybuilding gemacht, auch wenn man das jetzt nicht mehr sieht. Billard, Angeln; und Fußball habe ich früher oft gespielt.

Was ist typisch Stephanus für dich?

    Hier wird sehr viel Wert auf Fort- und Weiterbildung gelegt. Das hat mir erst nicht so zugesagt, weil es auch immer bedeutet, dass du mehr arbeiten musst. Aber im Laufe der Zeit habe ich gemerkt, wie wichtig es ist, sich weiterzubilden und mit der Arbeit dann auch zurechtzukommen. Dann wurde es für mich immer positiver und das ist halt für mich typisch Stephanus. Mein Ziel ist es, mit zwei Jahren Berufserfahrung den Praxisanleiter-Schein zu machen und das versucht man mir jetzt zu ermöglichen.br />

Im August stellen wir unseren Wohnbereichsleiter vor:
Ronny Mühlberg – Ich bin der Offene!

Echt gute Pflege heißt für mich: Bedürfnisse erkennen, Vertrauen aufbauen, Schmerzen lindern, schöne Tage oder Nächte erleben, ganz klar würdevoll.

Im September stellen wir unsere Pflegefachkraft vor:
Uta Brandhorst – Ich bin der Sonnenschein!

Ausschlaggebend war, als ich den Beruf erlernt habe, dass die Menschen ehrlich sind. Ob sie sagen „hau ab, du blöde Kuh!“ oder „du bist ein Engel!“, in dem Moment meinen sie das auch so. Und da ist nichts geheuchelt und auch nichts gesagt, was irgendwie berechenbar ist. Man hat einfach mit ganz ehrlichen Seelen zu tun. Wer darauf Wert legt, der ist hier genau richtig. 

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21. 06. 2017

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Sozialarbeiter (m/w)

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