Oderbruchzoo Altreetz ist gerettet

Stephanus-Werkstätten Bad Freienwalde übernehmen Verantwortung für beliebtes Ausflugsziel im Oderbruch

Seit dem 1. Oktober 2019 haben die gemeinnützigen Stephanus-Werkstätten Bad Freienwalde die Verantwortung für die Mitarbeitenden des insolventen „Oderbruchzoo“ in Altreetz übernommen. Damit kann der Betrieb mit über 50 Tieren weitergehen.

„Der Oderbruchzoo mit seinen schönen Tieren und dem barrierefreien Feriendorf ist ein wunderbarer Ort und ich bin sehr froh, dass wir ihn mit unserem Engagement erhalten können“, sagt Roman Bourwieg, Leiter der gemeinnützigen Stephanus-Werkstätten Bad Freienwalde. In der Perspektive werden dort zusätzlich Menschen mit einer psychischen Erkrankung eine neue berufliche und anspruchsvolle Aufgabe bekommen.

In den letzten Wochen fanden dazu bereits Gespräche mit der Landkreisverwaltung Märkisch-Oderland, der Amtsverwaltung Barnim-Oderbruch und dem Trägerverein des Zoos statt. Dabei wurden die formalen Anforderungen für die Einrichtung einer neuen Betriebsstätte der Stephanus-Werkstätten abgestimmt und entsprechende Anträge vorbereitet.

Ein gutes Signal für die Region

„Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir zeitnah positive Bescheide vom Landkreis bekommen, so dass wir den Betrieb mit einem soliden Fundament neu aufstellen und fortführen können“, erklärt Roman Bourwieg. Vorgesehen sind ca. 12 Arbeitsplätze für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen in den Bereichen Tier- und Grünanlagenpflege sowie für das kleine Feriendorf, mit Zoobaude und vielleicht auch einem Zoocafé.

Bereits jetzt sind die Stephanus-Werkstätten in Vorleistung gegangen. „Damit die gute Versorgung der Tiere gesichert ist, haben wir die drei Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Zoos bei uns angestellt“, sagt Roman Bourwieg. Aktuell sind im beliebten Oderbruchzoo 52 Tiere beheimatet. Darunter Kängurus, Berber-Affen, Ziegen und Esel.

Die Stephanus-Werkstätten Bad Freienwalde sind eine Einrichtung der sozialen und beruflichen Eingliederung und Rehabilitation für derzeit 350 Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung. Sie sind in den Arbeitsbereichen Garten- und Landschaftspflege, Holzbearbeitung, Metallverarbeitung, Gastronomie, Hauswirtschaft und Gebäudereinigung, Druckerei, Montage und Verpackung sowie in den Kreativbereichen Keramik, Weberei und Korbflechterei tätig. Für 75 Mitarbeitende sind die Stephanus-Werkstätten eine verlässliche Arbeitgeberin. Die Stephanus-Werkstätten Bad Freienwalde arbeiten unter der Verantwortung der Stephanus gGmbH, einer gemeinnützige Tochtergesellschaft der Stephanus-Stiftung.

Martin Jeutner
Leiter Stabsstelle Unternehmenskommunikation

Zurück

Diesen Artikel ausdrucken