Heimspiel - ganz nah dran

Christian Wolff und Herthinho (Foto: Irina Helmstädter)

Zehn Beschäftigte der Stephanus-Werkstätten Berlin gGmbH waren am 31. Januar 2020 ins Berliner Olympiastadion eingeladen, um gemeinsam mit Tausenden von Fußball-Fans aus Berlin und Gelsenkirchen das Heimspiel von Hertha BSC gegen den FC Schalke 04 zu erleben. Und das war noch nicht alles.

Wenn man Gast ist und gleichzeitig Gäste empfangen darf, ist man sicher auf beide gespannt: Auf die Gastgeber und auf die Gäste. Die Fußball-Interessierten der Werkstatt, die sich aus Treptow-Köpenick, Weißensee und Spandau am Freitagnachmittag auf den Weg ins Stadion machten, waren vom Berliner Erstliga-Verein ausgewählt worden, um bei der Vorbereitung und Durchführung des Spiels zu unterstützen.

Dafür wurden alle Teilnehmenden vor Ort zunächst durch die Fanbeauftragten des Vereins in die Aufgaben und Tätigkeiten in der VIP-Betreuung sowie bei der Ticket- und Taschenkontrolle am Einlass des Familienblocks eingewiesen.
Die Möglichkeit zur Mitarbeit in diesen Bereichen hat sich dabei aus der Aktion Schichtwechsel der Berliner LAG WfbM entwickelt: Spieler der Profi-Mannschafft von Hertha haben im letzten Jahr mit Beschäftigten aus Berliner Werkstätten Arbeitsplätze und Erfahrungen ausgetauscht. Hertha BSC hat daraufhin nachgelegt und vielen glücklichen Fußballfans aus allen Berliner Werkstätten mit der aktiven Teilnahme an einem Heimspiel des Vereins einen Traum erfüllt.

Nachdem die spannenden und vielfältigen Aufgaben in der Betreuung der Gäste des VIP-Bereichs sowie am Einlass am Freitag absolviert waren, konnten alle Eingeladenen die 2. Halbzeit im Stadion direkt neben der Ostkurve live und bei bester Fußball-Stimmung erleben. Und auch wenn es im Spiel und trotz großen Einsatzes der Profis auf dem Feld schließlich bei einem 0:0 blieb, gab es an diesem Abend zahlreiche frohe und zufriedene Gewinner: Die Gastgeber und Gäste aus den Stephanus-Werkstätten Berlin.

Benjamin Braun, Koordinierender Sozialer Dienst der Stephanus-Werkstätten Berlin

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