Es geht weiter in Friedrichshagen!

Der Bereich Migration und Integration der Stephanus-Stiftung entwickelt sich und eröffnet in Berlin-Köpenick einen Treffpunkt für Geflüchtete und ehrenamtliche Unterstützer.

Am 6. Oktober 2016 fand ein Treffen aller Helfer*innen aus Berlin-Friedrichshagen statt, die sich in den letzten 15 Monaten um geflüchtete Menschen gekümmert haben. In der örtlichen Christophoruskirche kamen sie mit zahlreichen Freunden und geflüchteten Menschen zusammen, die in der Region leben. Darin bedankten sich alle Beteiligten für die große Unterstützung. Die Stephanus-Stiftung hatte im November 2015 den Betrieb einer Notunterkunft im Stadtbezirk übernommen und plant nun, sich auch weiterhin in der Flüchtlingsarbeit zu engagieren.

Nachdem im August die Notunterkunft in einer Friedrichshagener Schulsporthalle vom Senat aufgelöst wurde, wird die Stephanus-Stiftung als Nächstes einen Treffpunkt für ehrenamtliche Helfer, Anwohner und geflüchtete Menschen einrichten. Dazu wurden Räumlichkeiten im „Hofhaus“ des ehemaligen Rathauses angemietet. Dort finden verschiedene Angebote statt, unter anderem auch Kurse nach dem Konzept „Neues Lernen“ der „Liechtenstein Languages“.

Julia Morais, Beauftragte des Vorstandes für Migration und Integration: „Ziel der Angebote ist es, geflüchtete Menschen in ihren speziellen Lebenssituationen zu unterstützen.“

„Sie erhalten Wissen zur Erstorientierung, verbunden mit den dazu notwendigen Deutschkenntnissen“, erläutert Julia Morais. Dazu eignen sich die Teilnehmenden Kenntnisse über Themengebiete an, die für sie von besonderer Wichtigkeit sind. Zum Beispiel über Einrichtungen ihrer Umgebung, Behörden, Regelungen der medizinischen Versorgung sowie Grundstrukturen des Zusammenlebens und des Alltags. Dabei erlernen sie Grundbegriffe und sprachliche Wendungen, um sie in einfachen Sätzen anwenden zu können.

In einem ersten Schritt befähigte die Stephanus-Stiftung bereits zwei Personen in einem zweiwöchigen „train-the-trainer-Kurs“ von Liechtenstein Languages. Sie werden nun weitere Ehrenamtliche nach der Methode schulen, die dann wiederum Kurse für Geflüchtete durchführen.

Im „Hofhaus“ werden darüber hinaus auch regelmäßig klassische Deutschkurse stattfinden, die von ehrenamtlichen Lehrer*innen durchgeführt werden.

Ab März 2017 können geflüchtete Menschen auch individuelle Kompetenzabklärungen und Coachingangebote durch den professionellen Sozialdienst der Stephanus-Stiftung in Anspruch nehmen. Das wird ihre Integration in den Arbeitsmarkt unterstützen.

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