Sie gab wichtige Impulse für unsere Arbeit

Am 4. September 2023 verstarb Gabriele Zielke. Seit 2013 gehörte die Ökonomin und Unternehmerin dem Kuratorium der Stephanus-Stiftung an. Der Vorsitzende des Kuratoriums Präsident a.D. Klaus-Dieter Kottnik schrieb dazu:

 

„Die traurige Nachricht, dass Gabriele Zielke 15 Tage vor ihrem 75. Geburtstag gestorben ist, kam überraschend. Zwar wusste ich, dass sie in ihren letzten Tagen nicht mehr ansprechbar war, wohl aber hatte sie noch bis vor kurzem gehofft, wieder in unsere Mitte zurückkehren zu können. Diese Hoffnung hatte ich geteilt. Nun hat ihre Krankheit doch so schnell ihren Körper geschwächt, dass sie ihren inneren Blick in den letzten Tagen in eine andere Zukunft richten musste. Wir vertrauen darauf, dass Gott sie bei sich aufgenommen hat und sie nun ein neues Schauen in ein Leben ohne Leid, Traurigkeit und einer unvorstellbaren Fülle gewonnen hat.  

 

Gabriele Zielke kam 2013 in unser Kuratorium und hat seither mit klarem Blick, engagiert und das Beste für unsere Stiftung wollend, die Arbeit des Vorstandes begleitet. Davor war sie schon im Aufsichtsorgan der Jugendhilfeeinrichtung SozDia in Lichtenberg tätig. Sie war klar in ihren Auffassungen und Meinungen und eigenständig in ihren Positionen. Sie hat wichtige Impulse für unsere Arbeit gegeben. Auch in die Besonderheiten unserer polnischen Stiftung hat sie sich schnell eingearbeitet und dabei Anregungen für das Management gegeben.  

 

Stets schöpfte sie aus ihren Erfahrungen als Ökonomin und Sachverständige für Baufragen. Wir werden sie sehr vermissen, und es wird nicht leicht, eine Persönlichkeit zu finden, die die von ihr hinterlassene Lücke schließen kann. Ich denke mit großer Dankbarkeit an ihr Engagement und sie persönlich.  

 

Auf unserer Kuratoriumssitzung am 25. September haben wir in einer Andacht an Gabriele Zielke in Dankbarkeit gedacht und sie Gottes guter Obhut anvertraut. Sie hat in unserer Arbeit bleibende Spuren hinterlassen.“

 

Präsident a.D. Klaus-Dieter Kottnik

Er hat unser Leben mit Freude und Lachen erfüllt

Unser Mitarbeiter in den Stephanus-Werkstätten Bad Freienwalde, Mario Neyen, ist kurz nach seinem 60. Geburtstag am 10. September 2023 plötzlich und unerwartet verstorben. Seit 1998 war er dort Fahrdienstleiter und engagierte sich im Training der Werkstatt-Fußballmannschaft. Sein Chef, Roman Bourwieg, erinnert an seinen langjährigen Kollegen:

 

„Die Bibel sagt in einem Teil, dass es ‚für alles eine bestimmte Zeit gibt, für jedes Ereignis unter dem Himmel: eine Zeit zum Geborenwerden und eine Zeit zum Sterben.‘ Auch wenn die Zeit für Mario gekommen war, zu gehen, so fällt es uns schwer, das zu begreifen und zu akzeptieren. Hat er nicht gerade noch unser Sommerfest moderiert? Haben wir ihn nicht gerade noch auf dem Flur gehört? Haben wir ihm nicht gerade erst noch ein ‚Bis morgen‘ zugerufen?

 

Nun ist alles anders, für Marios Familie und für uns als seine Freunde und Kollegen. Und trotzdem ruft der Alltag nach uns, ja, er zerrt regelrecht an unseren Ärmeln, so als wenn Mario selbst uns an den Schultern packen würde und uns sagen würde: WEITERMACHEN!!!

 

Seit über 20 Jahren war Mario Neyen ein fester Bestandteil des Alltags unserer Werkstatt. Unseren Fahrdienst hat er aufgebaut und geführt. Einen Fahrdienst, um den uns andere Einrichtungen beneiden. Unsere Stephanus-Kicker hat er als Cheftrainer zu vielen Erfolgen geführt. Unvergessen natürlich auch seine vielen Auftritte auf unseren Festen. Er wird uns immer in Erinnerung bleiben, als der Freund und Kollege mit der großen Stimme und dem noch größeren Herzen.

 

Er hat unser Leben mit Freude und seinem Lachen erfüllt. Er war immer hilfsbereit und hörte zu, wenn wir Sorgen hatten. Ich erinnere mich noch an mein erstes Zusammentreffen mit ihm. Nie zuvor kannte ich einen Menschen, der von der Statue ein „Kerl wie ein Schrank“ war und dennoch in seinem Innersten ein sehr weiches Herz hatte.  

 

Die Bibel sagt, dass ‚wir nicht traurig sein sollen wie die Menschen, die keine Hoffnung haben, denn wenn wir an Jesus glauben, wird Gott die Verstorbenen zu ihm führen.‘ Wir glauben an die Hoffnung auf ein Wiedersehen mit Mario in Gottes Reich.“

 

Roman Bourwieg
Leiter Stephanus Werkstatt Bad Freienwalde

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