Ein Kunstwerk gegen das Vergessen: „Fragiles Erinnern“ von Simone Rueß

Vielfarbige Streifen bewegen sich sachte im Luftzug. Jeder Streifen steht für eine fragile Erinnerung. - Ein neues Kunstwerk ist in der Friedenskirche der Stephanus-Stiftung in Weißensee zu sehen.

Geschaffen hat es die Künstlerin Simone Rueß. Seit 2019 besucht sie nebenan im Seniorenzentrum Ernst-Berendt-Haus Menschen mit Demenz und lässt sich biografische Erinnerungen beschreiben. Diese übersetzt die Künstlerin in Zeichnungen, die unter dem Titel „Fragiles Erinnern“ seit Juni im Erdgeschoss des Ernst-Berendt-Hauses zu sehen sind. Im nächsten Schritt hat Simone Rueß eine schwebende Rauminstallation entwickelt: Hier fasst sie die biografischen Gespräche, die sie mit einem Bewohner über drei Jahre hinweg führte, zu einem Farbklang zusammen. Jede Farbe steht für eine Person, jeder Streifen steht für einen Satz. Ein sinnliches Erlebnis, das zur Ausstellungseröffnung am Freitag, dem 9. September noch durch eine musikalische Darbietung der Komponistin Catherine Lamb gesteigert wurde.

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