27.02.2026 - Stephanus-Stiftung

Neues Gesprächsformat startet am 10. März

Es gibt viel Unmut. Über so vieles. Einige meinen, es gäbe keine Meinungsfreiheit. Sogar in der Kirche dürfe nicht gesagt werden, was man denkt.

Grafik zur Terminreihe © Archiv Stephanus-Stiftung

Und weil es sicherlich gute Gründe für Ärger und Unmut gibt über das, wie es hier so in der Region läuft, laden die Evangelische Kirchengemeinde Templin zusammen mit der Stephanus-Stiftung zu Abenden ein, an denen Meckern erlaubt ist. Dabei wollen wir mehr anbieten als nur einen Mülleimer, in den man alles einfach hineinwerfen kann. Ärger soll geäußert werden. Zuhören ist erwünscht und Nachfragen erbeten. Und vielleicht entstehen dabei auch Ideen, aus denen etwas wachsen kann. Den inhaltlichen Fokus dieser Abende bildet das Leben hier vor Ort, mit all den Themen und Fragen, die unsere Kommune beschäftigen:

Worüber ärgern Sie sich – in Ihrer Nachbarschaft, in Ihrem Ort, in Ihrer Region? Was liegt Ihnen am Herzen? Was würden Sie am liebsten sofort über Bord werfen?

Mit der Gesprächsreihe „Meckern erlaubt. Zuhören erwünscht. Nachfragen erbeten!“ bringen Kirche und Stiftung Menschen mit unterschiedlicher vielleicht sogar entgegengesetzter Meinung an einen Tisch.

„Wir wollen einen Raum schaffen, in dem alles möglich ist und möglich gemacht wird: zuhören, meckern, nachfragen, aber auch aushalten – vor allem, wenn es um die Meinung des anderen geht. Es geht nicht um Zustimmung oder Lösungen, sondern darum, auszuloten, wie viel Verschiedenheit möglich ist und wie wir damit umgehen können, wenn Unterschiede als herausfordernd erlebt werden“, erklärt Veit Böhnke, Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Templin. „Gesellschaftlicher Zusammenhalt entsteht, wenn man es schafft, andere Meinungen auszuhalten – bei allem Respekt der Menschenwürde“, ergänzt Ingmar Bechstein, Leiter mehrerer Wohngruppen für Menschen mit Assistenzbedarf der Stephanus-Stiftung.

Zusammen mit Erwachsenenbildner Carsten Ablass moderieren sie die Gesprächsrunden. An jedem Veranstaltungsabend ist zusätzlich eine Person zu Gast. Nach einer kurzen Vorstellung entscheiden die Teilnehmenden, worüber sie sprechen möchten. Die jeweiligen Gäste werden zuhören, nachfragen und zwischendurch schildern, wie sie den Ärger und das Zuhören erleben– und was ihnen dabei durch den Kopf und durch das Herz geht.

Der erste Termin am Waldhof Templin im Grammsaal findet mit Dr. Jana Steinke, kommissarische Leiterin der Landeszentrale für politische Bildung Brandenburg statt.

„Mich interessiert, was andere Menschen bewegt und was passiert, wenn wir mit Respekt für den anderen ins Gespräch kommen. ‚Meckern erlaubt‘ lädt Menschen dazu ein, darüber zu sprechen, was ihnen auf dem Herzen liegt – und dabei zu merken, dass andere zuhören und mitdenken. So können neue Ideen entstehen und sich vielleicht auch gemeinsame Vorhaben entwickeln.“ 

Geplant sind vier Termine von März bis Mai in Templin und umliegender Ortsteile, um vielen Menschen die Teilnahme zu ermöglichen.

Vorherige Anmeldungen sind nicht nötig. Kommen Sie einfach vorbei.

Ansprechpartner: Pfarrer Veit Böhnke, Tel.: 03987 7203, E-Mail: veit.boehnke@kirche-templin.de

Termine / Orte:

  • 10.03., 19:00–20:30 Uhr, Templin, Waldhof, Grammsaal; Gast: Dr. Jana Steinke, kommissarische Leiterin der Landeszentrale für politische Bildung Brandenburg
  • 24.03., 19:00–20:30 Uhr, Hindenburg, „Rotes Rathaus“; Gast: Carla Kniestedt – Präsidentin des Brandenburgischen Volkshochschulverbandes e.V.
  • 07.04., 19:00–20:30 Uhr, Gollin, Kirche; Gäste: Britta Albrecht-Schatta, Mario Schatta, Beraterin und Coach
  • 12.05., 19:00–20:30 Uhr, Gandenitz, Kirche; Gast: Carola Ritter, Superintendentin des Kirchenkreises Wittstock-Ruppin

Evangelische Kirchengemeinde Templin
Zur Evangelischen Kirchengemeinde Templin gehören ca. 2000 Gemeindeglieder, die neben Templin in zehn weiteren Ortsteilen leben. Die Kirchengemeinde reicht geografisch von Beutel bis Gollin und von Gandenitz bis Grunewald. Mit den Kirchen als sichtbare Zeugnisse aus vielen Jahrhunderten und der Beschäftigung mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen will die Kirchengemeinde ein Ort sein, wo Traditionen sich mit den Bedürfnissen von heute und den Erfordernissen von morgen verbinden.

Stephanus-Stiftung
Die Stephanus-Stiftung ist einer der größten Arbeitgeber im sozialen Bereich in der Uckermark. Mit ihren 720 Mitarbeitenden leistet sie täglich wichtige Arbeit, die für den gesellschaftlichen Zusammenhalt vor Ort unverzichtbar ist.
Die Stiftung hat ihren Hauptsitz in Berlin und ist Mitglied im Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Mit ihren gemeinnützigen Tochtergesellschaften unterstützt sie 10.000 Menschen in besonderen Lebenslagen an 140 Standorten in Berlin und Brandenburg. Insgesamt 4.500 Mitarbeitende pflegen, begleiten, bilden, beraten Kinder, Jugendliche, Familien, Menschen im Alter, Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung sowie Geflüchtete. Zu den Angeboten von Stephanus zählen Wohnangebote und Werkstätten für Menschen mit Beeinträchtigung, Wohn- und Pflegeangebote für Senior*innen, Schulen, Kitas, Beratungsstellen und Hospizdienste. 1878 gegründet, hat sich die Stiftung mit ihren Angeboten stets den aktuellen Bedarfen der Gesellschaft angepasst und handelt heute nach den drei Leitprinzipien Nachhaltigkeit, Inklusion und Fachlichkeit.
Kontakt zur Pressestelle der Stephanus-Stiftung: Charlotte Biermann, Pressesprecherin
Mail: Charlotte.Biermann@stephanus.org
Mobil 0160 90 36 19 59

Kontakt