Stephanus Jahresbotschaft 2022

Auf dem Karton ist ein großes Loch für das Türschloss ausgeschnitten. Ein Auge schaut durch.© orlaimagen/Depositphotos.com

Die Jahresbotschaft 2022

Jesus Christus spricht: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen. 
Johannes 6,37 (E) 

Was mir wichtig ist…

„Es tut mir leid, aber ich muss sie leider abweisen“!  

Wer hört das schon gerne. Da freut man sich auf  etwas und dann das.  

Oder da fasst man den Mut, sich jemandem zu offenbaren und wird abgewiesen. Nein, niemand wird gerne abgewiesen, denn jedes Mal zerbricht damit eine Hoffnung. Die Abweisung steht am Ende eines Weges, der damit begann, dass jemand den Mut fasste, sich auf zu machen, voller Hoffnung, sein Ziel zu erreichen. Umso schmerzlicher ist es dann zu hören: du nicht.  

Ich denke, wir alle kennen das. Sowohl das Gefühl, dass es in einem auslöst, abgewiesen zu werden. Aber wir sind auch selbst schon alle diejenigen gewesen, die mit einem andern Menschen genauso umgegangen sind.  

Für den Abweisenden gibt es zumindest nach seiner Meinung gute Gründe. Für den Abgewiesenen, ist es in der Regel nicht zu verstehen. Hätte er es geahnt, wäre er vielleicht einen anderen Weg gegangen.

Gott sei Dank, im wahrsten Sinne des Wortes haben wir von Jesus ein anderes Versprechen: „Wer zu mir kommt, den werde nicht abweisen“ (Joh. 6,37).  

Dieses Versprechen der Jahreslosung ist eines, auf das wir uns verlassen dürfen. Wer sich auf den Weg macht, der wird bei ihm nicht vor verschlossener Tür stehen, eine Reservierung benötigen oder einen Test vorweisen müssen. Er nimmt jeden an, so wie er oder sie sind. Das Problem ist hier: Man muss sich auf diesen Weg begeben, um das erfahren zu können.  

Nach all den andern Erfahrungen des abgewiesen Werdens im Leben braucht es vielleicht dazu ein bisschen Mut. Doch der Mut und die Neugier lohnen sich.

Ich wünsche Ihnen in diesem Jahr besonders gute Erfahrungen mit unserer Jahresbotschaft.


Ihr 
Pastor Torsten Silberbach 
Vorstandsvorsitzender