Stephanus Jahresbotschaft 2026

Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!

Offene Hand vor Sonne© AdobeStock/artpluskr
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Offene Hand vor Sonne mit Text „Siehe, ich mache alles neu.“ (Jahreslosung 2026)
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Stephanus-Jahresbotschaft 2026

Mitarbeitende und Klient*innen der Stephanus-Stiftung haben wieder gemeinsam Ideen entwickelt, wie wir die Jahreslosung interpretieren möchten. 

Das Motiv symbolisiert perfekt, worum es dabei geht: offen für das Neue zu sein, immer wieder Anfänger*in zu werden und anderen auf dem Weg die Hand zu reichen.

Der Apostel Johannes schrieb diesen Bibeltext während seiner Verbannung auf der Insel Patmos. Christinnen und Christen wurden zu dieser Zeit verfolgt; Johannes wollte den Gläubigen Hoffnung geben und sie trösten. In der Offenbarung beschreibt er das Neue in eindrücklichen Bildern: Gott schafft eine ganz neue Welt.

„Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr.“
(Offenbarung 21,1 – L)

Johannes schreibt vom endgültigen Kommen des Reiches Gottes – einer Welt ohne Tränen, ohne Tod, ohne Schmerz und Leid. Gott selbst, so die Hoffnung, wird in ewiger Gemeinschaft bei den Menschen wohnen.

Dieser Text erinnert uns auch heute daran, zu hoffen und zu vertrauen – auf Gott und seine Liebe. Gerade in einer Zeit voller Unsicherheiten und Krisen sind wir eingeladen, die Welt aktiv mitzugestalten und zu verbessern. Die Vision des Reiches Gottes wird dort konkret, wo wir in unserem Umfeld für Frieden, Vergebung und Liebe sorgen.

Die Jahreslosung ermutigt uns, Veränderungen und Neuanfänge im eigenen Leben zuzulassen und zu gestalten. Das kann bedeuten, alte Gewohnheiten abzulegen, neue Wege zu gehen oder Beziehungen zu erneuern. Dabei ist es wichtig, zu unterscheiden zwischen dem, was wir aus eigener Kraft verändern können, und dem, was Gott wirkt und mit uns vorhat. Was wir tun können oder wollen, hat etwas mit unseren Ambitionen zu tun und ist unsere Verantwortung. Gottes Handeln jedoch übersteigt das Menschenmögliche. Darauf dürfen wir vertrauen.

Das Neue begegnet uns dabei im Alltäglichen: in einem neuen Jahr, in den ersten Krokussen im Frühling, in der Geburt eines Kindes, im Sonnenaufgang, in jedem einzelnen Atemzug.

Gott fängt immer wieder neu an. Vielleicht gelingt nicht alles beim ersten Versuch. Doch mit jedem Neuanfang sind Gott – und auch wir – Anfängerinnen und Anfänger im besten Sinne. Jederzeit haben wir die Möglichkeit, neu zu beginnen. Was für eine große Chance.

Dafür stehen wir auch bei Stephanus: immer wieder Neues zu schaffen, anderen dabei eine Hand zu reichen und gemeinsam Wege zu gehen.

Das Motiv der Jahresbotschaft greift diese Haltung auf: offen für das Neue zu sein, immer wieder Anfänger*in zu werden und anderen auf dem Weg die Hand zu reichen. In diesem Vertrauen gehen wir in das Jahr 2026 – in der Gewissheit, dass Gott uns begleitet und jedem Tag neues Licht schenkt.