Die Stephanus-Stiftung engagiert sich seit vielen Jahren für Erinnerungskultur, Versöhnung und internationale Begegnung. Ein Ausdruck dieses Engagements ist die jährliche Unterstützung von Freiwilligen, die ihren Dienst über Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e. V. (ASF) leisten. In diesem Jahr wird Juliane Herfarth ihr Freiwilligenjahr in der inklusiven Gemeinschaft L’Arche in Brüssel verbringen – mit finanzieller Förderung durch unsere Stiftung.
„Ich wollte nach dem Abitur etwas Sinnvolles machen“, erzählt die 19-jährige Berlinerin. Besonders die Haltung und Begleitung durch ASF sowie das klare Bekenntnis zu Verantwortung und Gedenkarbeit haben sie überzeugt.
In den Häusern von L’Arche Bruxelles leben Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen in einer inklusiven Wohngemeinschaft zusammen. Sie gestalten ihren Alltag gemeinsam – beim Kochen, Arbeiten, Betreuen, Lernen und Feiern. In diesem gelebten Miteinander entsteht Raum für Teilhabe, Begegnung und persönliche Entwicklung.
Aktion Sühnezeichen entsendet jedes Jahr junge Erwachsene an Orte der Erinnerung und Versöhnung – häufig nach Israel, wo Freiwillige mit Holocaust-Überlebenden arbeiten. Aufgrund der angespannten Lage vor Ort wurden einige Einsätze vorübergehend umgeplant. Der Einsatz von Juliane in Brüssel zeigt: Auch inklusive Arbeit ist ein Zeichen gelebter Verantwortung.
„Vor allem in der aktuellen Zeit, wo verschiedene Arten von Extremismus zunehmen, finde ich es unglaublich wichtig, sich für demokratische Werte und Völkerverständigung einzusetzen. Und dafür braucht es auch die Erinnerung an die Vergangenheit.“ – Juliane Herfarth
Die Stephanus-Stiftung fördert den internationalen Friedensdienst von ASF seit vielen Jahren mit einer jährlichen Spende in Höhe von 10.000 Euro. Wir sind überzeugt: Erinnern, Versöhnen und Verantwortung übernehmen – diese Haltung braucht es heute mehr denn je.
Wir wünschen Juliane ein erfülltes, bereicherndes Jahr voller wertvoller Erfahrungen und inspirierender Begegnungen.

