Am 5. Mai, ist Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Auch die Stephanus-Stiftung beteiligte sich wieder daran, laut zu werden: für Inklusion, Selbstbestimmung und eine Gesellschaft, in der alle Menschen gleichberechtigt teilhaben können.
Der Aktionstag macht seit vielen Jahren darauf aufmerksam, dass Menschen mit Beeinträchtigung weiterhin Diskriminierung, Barrieren und Ausgrenzung erleben. Gerade angesichts aktueller Krisen und angekündigter Sparmaßnahmen im Sozialbereich geraten wichtige Inklusionsziele zunehmend unter Druck. Bereits erreichte Fortschritte für Menschen mit Beeinträchtigung dürfen nicht gefährdet werden.
Natürlich müssen in schwierigen Zeiten viele Menschen Abstriche machen. Aber Teilhabe und Inklusion sind kein Luxus, sondern Menschenrechte. Sie sind die Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben, für Zusammenhalt und für eine starke Demokratie.
Für die Stephanus-Stiftung ist deshalb klar: Es braucht verlässliche Unterstützung, klare politische Verantwortung und weniger Bürokratie – nicht weniger Rechte.
„Die geplante Sozialkürzungen in der Jugend- und Eingliederungshilfe lehnen wir als Stephanus-Stiftung, gerade heute am internationalen Protesttag für die Rechte von Menschen mit Behinderung, aufs schärfste ab. Sie schränken Menschenwürde und Menschenrechte ein. Individuelle Rechtsansprüche sollen damit abgebaut werden, Teilhabe und Inklusion zurückgedrängt werden. Wir laden den Berliner Senat und die Landkreise in Brandenburg ein, mit uns zusammen Maßnahmen zur Digitalisierung und Entbürokratisierung zu ergreifen, anstatt Leistungen zu kürzen. Konkret fordern wir, die Bewilligungszeiträume zu verlängern, die aufwändige Gesamtplanverfahren zu vereinfachen, die Digitalisierung der Prozesse voranzutreiben und Dokumentationspflichten zu reduzieren.“
Tobias Bollinger, Stephanus-Stiftung
Die Stephanus-Stiftung unterstützt Menschen in vielen Lebensbereichen dabei, ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten. Dazu gehören Assistenz, Arbeit, Bildung, Beratung, Wohnen, Pflege und Begegnung im Sozialraum. Unser Ziel bleibt: Teilhabe ermöglichen, Barrieren abbauen und gemeinsam Verantwortung übernehmen.
Unterstützen Sie die Petition 195716 gegen Kürzungen in der Eingliederungshilfe: https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2026/_02/_27/Petition_195716.nc.html



