06.11.2025 - Produktionsschule Märkisch-Oderland

Japanischer Besuch in der Produktionsschule Wriezen – Fachlicher Austausch über Jugendhilfe

Im Rahmen eines deutsch-japanischen Studienprogramms für Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe besuchte am 3. November 2025 eine neunköpfige Delegation aus Japan die Produktionsschule Wriezen.

Eine Gruppe von Menschen stehen am Tisch und schälen und schneiden Kartoffel.© Archiv Stephanus-Stiftung -

Gemeinsam mit unseren Teilnehmenden kochten unsere Gäste Kartoffelsuppe

Die Gäste – unter anderem Schulsozialarbeitende, Lehrkräfte und Mitarbeitende sozialer Non-Profit-Organisationen – informierten sich über das Konzept unserer Produktionsschule und tauschten sich mit Fachkräften und Jugendlichen vor Ort aus.

Nach einer herzlichen Begrüßung und Worte der Verbundenheit zwischen Wriezen und Japan durch Sabine Stiehler aus der Verwaltung stellte Cindy Strehl, Leiterin der Produktionsschule, das Konzept vor: "Unsere Produktionsschule ist eine Schnittstelle zwischen Schule und Ausbildung, wo die jungen Menschen ihren Rucksack packen mit allem, was sie fürs Leben und ihren beruflichen Werdegang brauchen. Seien es Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit oder Motivation und das Erlernen sozialer Kompetenzen, erklärte Cindy Strehl. Das Interesse unserer Gäste war groß: Es gab viele Rückfragen zur Finanzierung, zur Zusammenarbeit mit Schulen und anderen Institutionen und zum Alltag der Jugendlichen.

Besonders eindrucksvoll war der praktische Teil des Besuchs. Unter Anleitung unserer Teilnehmer*innen bereiteten die Gäste eine traditionelle Kartoffelsuppe zu und fertigten in der Holzwerkstatt Schlüsselanhänger – versehen mit einem Kleeblatt als Glückssymbol. Die Gespräche zwischen den Jugendlichen und den japanischen Gästen – oft unterstützt durch Englisch oder Übersetzungstools – waren herzlich und offen.

Begleitet wurde die Delegation von einer Dolmetscherin sowie Claudia Mierzowski von IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V., die das Austauschprogramm koordiniert.

Der Besuch war nicht nur fachlich bereichernd, sondern auch ein starkes Zeichen gelebter internationaler Verständigung. Wir bedanken uns herzlich bei allen Beteiligten für das große Interesse, den respektvollen Austausch und die wertvollen Impulse! 

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