Gleichzeitig kamen Vertreter*innen aus Politik und Verwaltung zu uns, um den Werkstatt-Alltag kennenzulernen.
Einblicke in die Politik: Zu Besuch im Landtag Potsdam
Dennis Schmidt, Patrick Oehm und Florian Kenzler aus der Stephanus-Werkstatt Neuruppin erlebten einen besonderen Tag im Landtag Brandenburg.
Dennis, der blind ist, konnte das Modell des Landtags ertasten und so den politischen Raum mit den Händen entdecken.
„„Ich würde mich hier allein auf jeden Fall verlaufen. Die Fragen, die in der Sitzung gestellt wurden, fand ich auch interessant. Mir ist es wichtig, was in meiner Umgebung passiert“, sagte er nach dem Besuch.
Begleitet wurden die Teilnehmenden von einer Mitarbeiterin aus dem Büro des CDU-Fraktionschefs Dr. Jan Redmann, die mit viel Engagement durch den Tag führte.
Patrick Oehm: „Mir hat es gefallen, das hier live zu erleben – da zu sein, wo Gesetze entstehen.“
Rollenwechsel im Rathaus und in der Werkstatt
Gleichzeitig gab es in Neuruppin einen doppelten Perspektivwechsel:
Bürgermeister Nico Ruhle, Baudezernent Jan Juraschek und stellv. Bürgermeisterin Daniela Kuzu arbeiteten einen Tag in der Stephanus-Werkstatt mit – beim Verpacken von Geschenken, Abfüllen von Seifenprodukten und im Austausch mit den Beschäftigten. Der Bürgermeister begrüßte jede*n persönlich und zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt und Professionalität der Arbeitsaufträge.
Im Gegenzug übernahmen drei Beschäftigte aus der Werkstatt für einen Tag Aufgaben im Rathaus: Sie schnupperten in die Verwaltung, unterstützten bei der IT und begleiteten den Hausmeisterdienst. Ein Highlight: Der Probesitz auf dem Chefsessel im Büro des Bürgermeisters.
Ein augenzwinkerndes Zitat: „Ich lege als Bürgermeister fest, dass wir ab sofort nur noch bis Donnerstag arbeiten.“
Warum ist der Tag so wertvoll für uns?
Der Schichtwechsel schafft echte Begegnungen und macht Inklusion sichtbar. Er öffnet Türen, stärkt gegenseitiges Verständnis und zeigt: Vielfalt bereichert unsere Arbeitswelt.
„Wenn Menschen mit und ohne Beeinträchtigung für einen Tag die Arbeitswelt tauschen, entsteht ein Raum für Begegnung, Wertschätzung und neue Impulse. Es zeigt sich: Vielfalt ist kein Hindernis, sondern eine Stärke, die unsere Arbeitswelt bereichert“, so Integrationsbeauftragte der Stephanus-Werkstätten in Ostprignitz-Ruppin Heike Lüdke.














