Deutsche Waldtage und 19 Jahre Schulwald

Anlässlich der Deutschen Waldtage am 18.9.2026 lädt die Stephanus-Stiftung zum Schulwaldbesuch ein.
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In einem Wald steht rechts ein weißes Pferd. Links davon sind eine Gruppe Kinder mit Warnwesten und Helmen, die mit einem Förster einen Holzstamm bearbeiten.
© Sebastian Hänel

1000 Kinder, 1.000 000 Bäume, 70.000 Kubikmeter Holz - dies ist die Bilanz von 20 Jahren Schulwald. 

Seit fast 20 Jahren hat die Waldhofschule der Stephanus-Stiftung in Templin einen Forstbetrieb in ihrer Schule. Der Schulwald umfasst eine Fläche von 700ha Wald (ca. 1500 Fußballfelder). 1.000 Kinder und Jugendliche haben bereits daran mitgewirkt, indem sie den Forstbetrieb an ihrer Schule mit all seinen Facetten ausgefüllt haben: Holzernte, Naturschutzarbeit, Pflanzungen und vor allem Forschung. Der Pachtvertrag, den die Stiftung mit der Stadt vor 20 Jahren schloss, sichert der Stadt Einnahmen aus ihrem Wald und macht es der Stephanus-Stiftung möglich, für ihre Bildungsarbeit direkt und vielfältig auf diesen Grundbesitz zuzugreifen. 

„Es macht Spaß, zu sehen, wie groß das Interesse am Lebendigen ist, wie einige Schüler*innen einen Besitzerstolz für ihren Wald entwickeln und wie selbstverständlich es für die allermeisten ist, dass die Bewahrung einer gesunden Umwelt wichtig für alle ist“, erklärt Schulförster Joachim Lange.

 „Der Schulwald schafft von ganz alleine fachübergreifenden Lernfeldern. Diese Neugier und Freude an den Erlebnissen in der Natur sind ausschlaggebend dafür, auch später selbst wieder hinauszugehen, sich einzusetzen für den Schutz der Umwelt und eine nachhaltige Lebensweise. Dieses gute Gefühl zu entwickeln ist wichtiger, als möglichst viel auswendig zu lernen“, ergänzt Uta Radke, Schulleiterin. 

Mit dem Ziel langfristiger, multifunktionaler Daseinsvorsorge haben die Kinder und Jugendlichen ihren Schulwald nach den Grundsätzen einer Naturgemäßen Waldwirtschaft in einen gemischten und gestuften Wald umgebaut. Eine Million Bäume wurden gepflanzt und gesät, Feuchtbiotope und Streuobstwiesen angelegt, Wildbestände durch Jagd reguliert und fast 70.000 Kubikmeter Holz geerntet und regional verkauft. Dabei sind die Herausforderungen groß. Der Klimawandel hat bereits jetzt deutliche Spuren hinterlassen. 

Und wie funktioniert das im Einzelnen? Wie kann der Wald der Zukunft aussehen? Welche Gemeinsamkeiten gibt es zwischen unserer inklusiven Schule und einer Naturgemäßen Waldwirtschaft? 

Datum: 18.9.2026, 10 bis 14 Uhr 
Ort: Waldhofschule, Waldhof 4, 17268 
Treffpunkt: Schulgebäude der Waldhofschule auf dem Waldhofgelände 

Wir möchten Sie einladen, uns und unseren Wald kennenzulernen, sich miteinander auszutauschen und in Kontakt zu kommen. Nach einer Begrüßung und Einführung in der Waldhofschule geht es in den Wald, wo wir unsere Arbeit praktisch vorstellen wollen. Mittags reichen wir Ihnen einen Imbiss. Besuchen Sie uns im Rahmen der Deutschen Waldtage am 18.09.2026!