03.06.2026 - Stephanus-Werkstätten Berlin Süd-Ost

25 Jahre Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstatträte Berlin: Mitbestimmung macht Teilhabe konkret

Die Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstatträte Berlin feierte ihr 25-jähriges Jubiläum im Café 8 auf dem Stephanus-Gelände in Berlin-Weißensee. Rund 130 Gäste kamen zusammen, um die Arbeit der Werkstatträte zu würdigen – und um über Mitbestimmung, Teilhabe und die Zukunft der Arbeit in Werkstätten zu sprechen. 

Menschen stehen vor einem Haus. Ein Mann spricht ins Mikrofon, alle schauen fröhlich zu.© Holger Gross/LAG-WR Berlin - Harald Thiel, kaufmännischer Vorstand der Stephanus-Stiftung, mit Aziz Bozkurt, Staatssekretär für Soziales in Berlin, bei der Jubiläumsfeier der Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstatträte Berlin im Café 8 in Weißensee. 

Was bedeutet Teilhabe im Arbeitsleben konkret? Eine wichtige Antwort darauf geben Werkstatträte. Sie vertreten die Interessen der Beschäftigten in Werkstätten, bringen Themen aus dem Arbeitsalltag ein und wirken bei wichtigen Entscheidungen mit. Dazu gehören zum Beispiel Fragen rund um Arbeitszeit, Arbeitsentgelt, Arbeitsmittel, Gesundheitsschutz oder Veränderungen in der Werkstatt.

Werkstatträte sind damit eine zentrale Stimme der Beschäftigten. Sie sorgen dafür, dass Entscheidungen nicht über Menschen hinweg getroffen werden, sondern gemeinsam mit ihnen. Die Grundlage dafür bildet unter anderem die Diakonie-Werkstättenmitwirkungsverordnung. Sie regelt, wann Werkstatträte informiert, angehört oder beteiligt werden müssen – und macht Mitbestimmung verbindlich.

Anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens kam die Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstatträte Berlin im Café 8 in Weißensee zusammen. Die Landesarbeitsgemeinschaft vertritt die Werkstatträte aus den Berliner Werkstätten. Ihr Vorstand besteht aus fünf gewählten Mitgliedern. Gemeinsam bringen sie die Anliegen von rund 9.000 Beschäftigten im Arbeitsbereich der Berliner Werkstätten in politische Gespräche, Ausschüsse und Fachgremien ein.

Wie wichtig diese Arbeit auch auf politischer Ebene ist, zeigte die große Resonanz auf die Jubiläumsfeier. Zu den Gästen zählten unter anderem Aziz Bozkurt, Staatssekretär für Soziales in Berlin, Lars Düsterhöft, Sprecher für Teilhabepolitik der SPD-Fraktion Berlin und Stephan Schaul, Beauftragter für Menschen mit Beeinträchtigung in Treptow-Köpenick.

Damit wurde deutlich: Die Themen der Werkstatträte reichen weit über den einzelnen Arbeitsplatz hinaus. Sie betreffen politische Rahmenbedingungen, faire Beteiligung, gute Arbeitsbedingungen und die Frage, wie Übergänge auf den allgemeinen Arbeitsmarkt besser gelingen können.

Die Themen sind vielfältig und unmittelbar mit der Lebens- und Arbeitsrealität der Beschäftigten verbunden. Im vergangenen Jahr standen unter anderem die Verbesserung des Arbeitsentgelts, der Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt und die Nutzung des Berliner S-Tickets im Mittelpunkt. Auch in landesweiten Gremien wie dem Landesbeirat und dem Teilhabebeirat Berlin bringen Vertreter*innen der Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstatträte Berlin die Perspektive der Werkstatt-Beschäftigten ein.

Auch die Werkstatträte der Stephanus-Werkstätten sind Teil dieses Berliner Netzwerks. Über die Landesarbeitsgemeinschaft werden Themen gebündelt, Erfahrungen ausgetauscht und gemeinsame Positionen entwickelt. So entsteht eine starke Verbindung zwischen der Mitbestimmung vor Ort und der Interessenvertretung auf Landesebene.

Diese Beteiligung macht sichtbar, wie Mitbestimmung im Arbeitsleben gelingen kann: Menschen mit Beeinträchtigung gestalten ihr Arbeitsumfeld mit, übernehmen Verantwortung und bringen ihre Sichtweisen dort ein, wo Entscheidungen vorbereitet und getroffen werden. 

Die Stephanus-Stiftung gratuliert der Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstatträte Berlin herzlich zum Jubiläum und dankt allen Werkstatträt*innen für ihr Engagement, ihre Ausdauer und ihre wichtige Arbeit für mehr Mitbestimmung. 

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frisch belegte Brötchen mit Käse und frischem Salat auf Tellern angerichtet.
Albertinenstraße 20
13086 Berlin